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Pfingsten - „Auf dem Antlitz der Kirche erstrahlt das Licht Christi.“

„Auf dem Antlitz der Kirche erstrahlt das Licht Christi.“ Dieser, wie ich finde, wundervolle und ausdrucksstarke Satz befindet sich in den Texten des II. Vatikanischen Konzils, genauer in den Einleitungsworten der Kirchenkonstitution „Lumen gentium“.
Christus der Wunder
Datum:
21. Mai 2026
Von:
Thomas Pohl

„Auf dem Antlitz der Kirche erstrahlt das Licht Christi.“

Dieser, wie ich finde, wundervolle und ausdrucksstarke Satz befindet sich in den Texten des II. Vatikanischen Konzils, genauer in den Einleitungsworten der Kirchenkonstitution „Lumen gentium“. Wenn die Konzilsväter vom Antlitz der Kirche sprechen, meinen sie nicht das Gebäude, sondern die konkreten Menschen, die zu ihr gehören. Das Licht Christi soll auf den Gesichtern der Menschen erstrahlen, die Kirche ausmachen und sein wollen.

Genauso stelle ich mir das erste Pfingsten vor, wenn die Bibel uns in ausdrucksvollen Bildern beschreibt, wie eine Gemeinschaft zusammengefunden hat und gemeinsam bekennt: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt und dafür sind wir alle Zeugen.“ Ja, überzeugt sein in Wort und Tat. Und diese Überzeugung darf sichtbar sein. Die Freude der Auferstehung und die Überzeugung es geht mit dieser Gemeinschaft weiter. Und so bringt es Lumen gentium auf den Punkt.

In unseren Gesichtern soll Gott erstrahlen, spürbar und greifbar sein. Gott ist in jedem von uns und wirkt auch durch uns. Wenn Menschen mit Kirche, mit uns in Berührung kommen und in unsere Gesichter schauen, sollen sie etwas von diesem Licht Christi sehen und erkennen. Nach Pfingsten wächst die Gemeinschaft; es folgen Bekehrungen, Menschen sind begeistert. Lassen wir uns von Pfingsten begeistern und aufbrechen, Zeuginnen und Zeugen von Ostern zu sein, denn diesen Jesus hat Gott auferweckt und dafür stehen wir.